Muscheln

Der Sommer ist passé, der Herbst da und mit ihm frische Miesmuscheln aus der Nordsee. Genau genommen ist Muschelzeit in unseren Breitengraden von September bis April. Dies, weil die Weichtiere den Transport von der Küste in den wärmeren Monaten nicht unbeschadet überstanden hätten. Ihren Namen verdanken die grau-blauen, ca. 5 – 10 cm langen Miesmuscheln den grünlichen, an Moos erinnernden sogenannten Byssusfäden auf ihren Schalen, mit denen sie sich während der Gezeitenströme an Felsen und Holzpfählen (daher auch Pfahlmuscheln) festsetzen. Zusammen mit Schnecken und Tintenfischen zählen Miesmuscheln zu den Mollusken (Mollusca = Weichtiere).

Bei der Zubereitung müssen Sie folgendes beachten: Geschlossene Muscheln sind erst einmal gute Muscheln, weil lebendig. Schließt sich eine offen klaffende Muschel bei leichter Berührung, ist auch sie noch lebendig und kann vorbehaltlos gekocht werden. Bleibt die Muschel trotz Berührung offen, ist sie nicht mehr frisch und damit ungenießbar. Die Muscheln, die nach dem Kochen geschlossen bleiben, sind ebenfalls nicht zum Verzehr geeignet.

Grundsätzlich sind Muscheln fettarm, reich an Mineralstoffen, Eisen, Jod, Eiweiß und den Vitaminen A, B, C und D. Sie haben ein sämiges, weiches und schmelzendes Fleisch und werden am besten gegessen nach rheinischer Art: in reichlich Butter gedünstetes Suppengemüse, abgelöscht mit einem halben Liter Riesling und dazu Schwarzbrot mit Butter.